STEELE.2010

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l Oktober 2011 l


Das Programm am Donnerstag, 6. Oktober

 

15.30 Uhr: Eröffnung auf dem Dreiringplatz vor dem Steeler Archiv

Für die Eröffnung am Donnerstag auf dem Dreiringplatz (am Steeler Archiv) bieten die Veranstalter eine kleine Besonderheit. Um 15.30 werden – nach dem offiziellen Startschuss durch den Bezirksbürgermeister Arnold Kraemer und Vertretern der AG Steele.2010 – jugendliche Traceure, das  sind Parkour-Sportler, das Gebäude des Archivs und die bebaute Umgebung bespielen.

Parkour ist eine junge Sportart, bei welcher der Teilnehmer – der Traceur – unter Überwindung sämtlicher Hindernisse den kürzesten oder effizientesten Weg von A zum selbstgewählten Ziel B nimmt. Mit Untermalung von moderner Musik ist dieses bisher in Steele noch nicht zu sehende Spektakel unter der Regie von Lukas Römmer von usagiarts zu bestaunen, anschließend können Interessierte vor Ort noch an einem kleinen workshop zu dieser Sportart teilnehmen.

Im Krayer Volksgarten wurde im Juli 2011 eine „Parkour“-Anlage mit Unterstützung der Bezirksvertretung VII (Steele/Kray) und Grün  und Gruga eingerichtet. Zahlreiche junge Menschen kamen zur Eröffnung und einige von ihnen werden wir zum Startschuss der SteelerART – Route der Ladenkultur – auf dem Dreiringplatz wiedersehen.

 

16.00 Uhr: Möbel Kröger, Bochumer Straße 36

 

Die Künstlerinnen Edelgard Stryzewski-Dullien, Dorothee Kühl und Marlis Becher werden bei Möbel Kröger Modell- und Bewegungszeichnen präsentieren. Ein Modell wird auf unterschiedliche Weise künstlerisch portraitiert. Alle drei Künstlerinnen haben während des Kulturhauptstadtjahres 2010 einen Kux für das Projekt gestiftet.
Die jeweiligen Kuxe sind noch bei der AG erhältlich.

Edelgard Strytewski-Dullien  lebt und arbeitet in Essen-Steele. Ausgehend von der Zeichnung und der Malerei setzt sie sich auseinander mit Körpern in Räumen, mit Raum und Umraum, mit öffentlichem Raum und Kunst, mit Installationen und Performances und bezieht alle Arbeiten direkt auf den Ort, an dem sie arbeitet. Mehrere Zyklen sind Dokumentationen der persönlichen "Eroberung" des Wohnortes Steele/Kray.

Marlis Becher, geboren 1951, lebt und arbeitet in Essen. Studium der Pädagogik, Kunsterziehung und Germanistik, 1989 Promotion zum Dr. phil.  Schülerin von: Justus Mandellaub, Düsseldorf; Christine Henn, Europäische Kunstakademie Trier; Prof. Konrad Klapheck, Kunstakademie Düsseldorf. Ausstellungen von 1996 bis 2009 in Aschaffenburg, Gelsenkirchen, Wuppertal und Essen. Die Künstlerin setzt sich malend und zeichnend mit ihrer Umgebung auseinander. Dabei kann das Objekt direkt vor Augen oder in der Erinnerung gegenwärtig sein. Die Darstellungen können sehr konkret und realistisch oder auch abstrahiert sein, immer ist aber ein Bezug zur Realität erkennbarer Auslöser.

Dorothee Kühl wurde 1955 in Warburg in Westfalen geboren und lebt und arbeitet in Essen. Sie studierte Kunstpädagogik und Mathematik an der Gesamthochschule /Universität Essen und ist heute als Lehrerin tätig. Schon seit frühester Jugend hat die Künstlerin gern kreativ gearbeitet und insbesondere gemalt. Es entstanden im Laufe der Zeit zahlreiche Collagen. Das Thema "Puppe" interessiert sie besonders, da es auf die frühere Kindheit verweist, eine Zeit, wo so viel in der Entwicklung passiert, wo das Kind aber auch den Erwachsenen ganz ausgeliefert ist.

 

16.30 Uhr: Geno-Bank Essen eG, Isinger Tor 4

 

Beate Gärtner, ebenfalls eine „Kux-Künstlerin“ aus 2010 wurde 1975 geboren und lebt und arbeitet in Essen. Beate Gärtner ist Bildhauerin und arbeitet in ihrem Atelier in Essen Steele-Horst. Die Auseinandersetzung mit der Materie Stein ist seit etwa 10 Jahren Inhalt der kreativen Arbeit der Künstlerin. Jeder Stein weist seine eigene Geschichte und Beschaffenheit auf und fordert die Künstlerin immer wieder neu heraus. So entstehen im bildhauerischen Prozess abstrakte bis figürliche Formen.

17.00 Uhr: Studio M. Raumgestaltung Schulenburg
Dreiringplatz 1-3

 

Alte Steeler Fotos sind die Vorlagen für Notburga Jenny-Niederprüm und Vladimir Landkof, die sie in Acryl beziehungsweise mit dem Zeichenstift neu interpretieren. Die Zuschauer haben die Möglichkeit sich zu beteiligen.

Notburga Jenny-Niederprüm wurde 1951 in Steele geboren und studierte von 1972-1980 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Grote. Seit 1986 arbeitet sie bei der VHS Essen als Kursleiterin für Acrylmalerei und seit 2002 als Kunsterzieherin an der Gesamtschule Essen-Holsterhausen. Die Motive ihrer Bilder sind Menschen, Familie und Freunde, wie sie uns im Alltag begegnen. Interessant ist der Augenblick, eine unwillkürliche Geste, ein flüchtiger Blick, der Inneres preisgibt. Diese Motive übersetzt sie in gestische, auch detaillierte Malerei mit Acrylfarben, in der die einzelne Farbe – spezifisch in Charakter und Konsistenz – aus dem Ganzen des Hell-Dunkel fließt. Seit 1980 nimmt die Künstlerin an zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen in Essen und Umgebung teil.

Vladimir Landkof wurde in Charkow (Ukraine) geboren, wo er 1969 eine Ausbildung als Designer und Architekt am Institut für Industrie und Kunst abgeschlossen hat. Einige Jahre studierte er bildende Kunst am freien Studio des Künstlers Alexei Stchelgow, dessen Richtung in der Malerei Landkofs Entwicklung große Impulse gab. Mehrere Jahre hat der Künstler seine Tätigkeit als Designer und Architekt parallel mit der künstlerischen Aktivität ausgeübt. Landkofs Arbeiten im Designbereich sind seit 1964 durch mehrere Ausstellungen in der Ukraine und Rußland bekannt. Sie wurden auch bei internationalen Ausstellungen in Moskau, Deutschland und Indien präsentiert. Seit 1991 hat der Künstler seinen ständigen Wohnsitz in Deutschland, wo er zuerst als Mitarbeiter in einem Architekturbüro arbeitete. Seit 1995 arbeitet er als freier Künstler und Dozent im Bereich Zeichnen bei der VHS Essen und Velbert.

 

17.30 Uhr: Zoo Henscheid „fischskihasenbuchpapageienkruzifixsämereienhandlung“,
Kaiser-Wilhelm-Straße 18

 

Stephanie Scholz Video-Installation zeigt mehrere kleine „Tier-Tanz-Filme“

Stephanie Scholz, 1968 in Viersen geboren, wohnte in ihrer Kindheit in Essen-Steele, studierte Innenarchtektur in Düsseldorf und lebt und unterrichtet seit 2003 in Mülheim an der Ruhr.
Grundlage dieser Tier-Tanzfilme ist die Tierbeobachtung. Stephanie Scholz beobachtet die Haltungen der Tiere, ihre Bewegungen, ihre Bewegungschoreographien. Das setzt eine geduldige und genaue Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Tier oder den Tierformationen voraus.
Mit Hilfe digitaler Techniken verändert sie nun die Eigenbewegungen der Tiere. Die Filmaufnahmen werden gespiegelt, vervielfältigt oder kaleidoskopiert. Dadurch ergeben sich im Film neue Bewegungsabläufe, die Wahrnehmung wird verändert, verzerrt oder verfremdet. Das Abgebildete verliert zum Teil das Körperliche, das Gegenständliche, die Form, neue und verblüffende Choreographien entstehen. Dadurch erzeugen die gezeigten Filme neue, kleine Filme im Kopf des Betrachters.

 

18.00 Uhr: Kaiser-Otto-Residenz, Scheidtmanntor 11

Das Steeler Archiv ist in dem Besitz einer kleinen Sammlung von Gelegenheitsschriften. Diese erscheinen – meist als Gedicht – zu verschiedenen Anlässen wie Abschied, Amtsantritt, Begrüßung, Einladung, Einweihung, Festivitäten und Jubiläen, Hochzeit, Geburts- oder Namenstag und Ehrengedächtnis und weiteren festlichen Anlässen. Gelegenheitsgedichte erweisen sich bei näherer Betrachtung als eine außerordentlich lebendige „historische“ Quelle. Persönlichkeit  - ob Autor oder von demselben Angesprochener -, regional gebundenes und sich auswirkendes Ereignis, Zeitgeist und eindringliches Lokalkolorit werden hier konzentriert und wie kaum einem anderen uns überkommenen Dokument vergangener Jahrzehnte unmittelbar und plastisch greifbar. Arnd Hepprich, Betreuer der Archiv-Sammlungen, wird eine Reihe der Gedichte zur historischen Steeler Ereignissen vortragen, verbunden mit Erläuterungen zu den geschichtlichen Zusammenhängen.

 


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